Zuchtbericht von M. goldiei

 

Entdeckt wurde M.goldiei 1883, von Macleay. Im Jahr 1978 wurde er von Dr. G. R. Allen im Goldie River bei Port Moresby gefangen und in Australien verteilt. Das Gebiet in dem er vorkommt ist südlich des Gebirges von Port Moresby bis fast zum Vogelkopf laut Allen, er ist im Süden der am weitesten verbreitete Regenbogenfisch mit verschiedenen Farbvarianten je nach Fluss.

Merkmal von goldiei ist, dass der dunkle Strich in der Mitte durch helle Schuppen unterbrochen ist, und sich im oberen Bereich des Striches je  nach Farbvariante orange bis rötliche feine Linien zwischen den Schuppenrein zu sehen sind. Ich besitze eine Variante aus dem Tapini River, der ein Nebenfluss des St.Joseph River ist und sich nordwestlich von Port Moresby befindet. Er wurde von Heiko Bleher mitgebracht. Die Tiere sind sehr einfach zu züchten. Es sollten erst 2-3 Weibchen in ein Zuchtbecken mit etwas höheren Pflanzen, dass die Weibchen sich auch verstecken können, da die Männchen bei der Balz etwas aggressiv sind. Nach 5-6 Tagen können die Tiere aus dem Becken entfernt werden. Sie sind sehr produktiv, daher nicht zu lange warten, sonst hat man 500 Junge, ich entferne die Alttiere wenn ich die ersten Eier sehe. Der Schlupf beginnt nach 8 Tagen, gefüttert wird mit Infusorien und Clorella vulgaris (Algenpulver) Die Jungtiere wachsen sehr gut, sie erreichen nach 3 Monaten eine Größe von 3,0 cm. Bei denn Jungtieren mache ich täglich Wasserwechsel.

Gefüttert wird 2-mal täglich Artemia, Wasserflöhe, schwarze Mückenlarven. Hierzu noch eine kleine Geschichte. Anfang 2005 züchtete ich goldiei tapini, es schlüpften aber zu viele Tiere. Von der JHV zurück machte ich einen Versuch mit einem kleinen Teich, den hatte ich angelegt um Wasserflöhe zu züchten. Der Teich oder Tümpel hat die maße 2 m x 5 m und hat einen Zulauf von einer Dränage und von einem Stalldach. Ich setzte 100 Jungtiere (2 cm) in diesen Tümpel voller Wasserflöhe. Die Temperatur im Tümpel war 20 Grad. Da unser Sommer 05 nicht soo warm war machte ich mir teilweise Sorgen ob diese Jungtiere die Schwankungen aushalten. Ich konnte teilweise 15 Grad messen, und dann wieder 29 Grad. Bei hohen Temp. wurde eine kleine Pumpe eingesetzt wegen dem Sauerstoff. Ich konnte goldiei bis Mitte Oktober im Tümpel lassen. Als ich meine Fische fangen wollte, war die Wassertemperatur 13 Grad, ich hatte Mühe die Tiere zu fangen. Als ich nach dem Wasserstand absenken 80 Tiere erwischte dachte ich der Tümpel sei nun leer, endlich. Zu hause wurde ein Becken mit kaltem Wasser eingerichtet (13 Grad) um sie langsam wieder an die bei mir üblichen 20-22 grad zu gewöhnen. Ich verlor kein Tier. Die größten waren jetzt 5-6 cm groß, und sehr farbig. Als sich mein Tümpel nach ein paar Tagen klärte traute ich meinen Augen kaum es schwammen immer noch 18 Tiere bei mittlerweile nur noch 9 grad Wassertemperatur. Kaum zu glauben aber ich konnte sie erst nachts fangen da sie viel zu schnell waren. Soviel zu meinen Erfahrungen mit M. goldiei, es sind schöne Tiere die in Europa und in unseren Aquarien nicht aussterben  sollten.

 

 

Walter Servatius